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MDR Fernsehen Programm am späten Abend

Donnerstag, 17. September · später abend 22:152:00

4 Programme

  1. Holt – Der Windkraft-Schwindler

    22:4000:10 · 1 Std. 30 Min.

    GenreDokuJahr2026LandDRegieJan Peter

    Hendrik Holt wollte mehr sein als ein einfacher Unternehmer. Er inszenierte sich als Hoffnungsträger der Energiewende – und baute Luftschlösser. Jahrelang verkaufte er Energiekonzernen Windparkprojekte, die nur auf dem Papier existierten. Erst als eine Beamtin Anzeige erstattet, fliegt alles auf. Die Dokumentation zeigt, wie Holts Selbstdarstellung, das Vertrauen in ein vermeintlich solides Familienunternehmen und ein Umfeld, das große Versprechen selten hinterfragt, das System über Jahre tragen konnten. Mehrere Familienangehörige waren aktiv an dem Betrug beteiligt und werden ebenfalls zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

    „Holt – Der Windkraft-Schwindler“ läuft auf MDR Fernsehen von 22:40 bis 00:10 Uhr. Die Ausstrahlung füllt 90 Minuten Sendezeit.

    Hendrik Holt wollte mehr sein als ein einfacher Unternehmer. Er inszenierte sich als Hoffnungsträger der Energiewende – und baute Luftschlösser. Jahrelang verkaufte er Energiekonzernen Windparkprojekte, die nur auf dem Papier existierten. Erst als eine Beamtin Anzeige erstattet, fliegt alles auf. Die Dokumentation zeigt, wie Holts Selbstdarstellung, das Vertrauen in ein vermeintlich solides Familienunternehmen und ein Umfeld, das große Versprechen selten hinterfragt, das System über Jahre tragen konnten. Mehrere Familienangehörige waren aktiv an dem Betrug beteiligt und werden ebenfalls zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

    Beginn
    22:40
    Ende
    00:10
    Dauer
    1 Std. 30 Min.
    Sender
    MDR Fernsehen
    Genre
    Doku
    Jahr
    2026
    Land
    D
    Regie
    Jan Peter
  2. Twist: Geniale Blender – Bin ich ein Hochstapler?

    00:1000:40 · 30 Min.

    GenreDokuLandD

    Romy Straßenburg Viele erfolgreiche Kunstschaffende haben öffentlich zugegeben, am Impostor-Syndrom zu leiden. Von Billie Eilish bis Tom Hanks: Sie haben das Gefühl, ihren Ruhm nicht verdient zu haben. Aber muss man nicht hochstapeln, wenn man nach oben will? Im Job, beim Dating und in der Kunstwelt gilt oft: Fake it till you make it. Wo endet Selbstdarstellung und wo beginnt der Betrug? Zweifel an der eigenen Leistung kennen viele Menschen – es gibt sogar einen Namen dafür: das Hochstapler-Syndrom. Künstlerinnen und Künstler erzählen offen von Selbstzweifeln und Täuschungen. Willy Cartier, Maler, Designer und Schauspieler, begann seine Karriere als Model für Givenchy und Karl Lagerfeld – und ist dennoch bis heute nicht überzeugt von seinen Fähigkeiten. Der dänische Konzeptkünstler Jens Haaning geht den umgekehrten Weg. Er macht aus seiner Hochstapelei eine Kunstaktion. Für eine Ausstellung in Aalborg wollte er Banknoten in Bilderrahmen kleben, umgerechnet 70.000 Euro bekam er dafür. Haaning behält das Geld und schickt leere Rahmen zurück. Kunst, sagt er. Betrug, sagt das Museum. Der Filmemacher Ole Juncker hat Haaning in seinem Film „Take the Money and Run“ porträtiert. Die Kunstwelt fordere zur Hochstapelei geradezu heraus, meint die Philosophin Ariadne von Schirach. Ob Maurizio Cattelans Banane an der Wand oder die Balloon Dogs von Jeff Koons – der reale Wert hat nichts mit dem Verkaufspreis zu tun. Und doch liege in der Überhöhung ein Sinn, sagt Schirach: Die Kunst stapelt hoch, damit wir weiter sehen können. Bleibt die Frage: Kann Kunst ohne Lüge und Illusion überhaupt existieren? Eine Antwort gibt die Münchner Künstlerin Betty Mü, die mit Projektionen, Geo-Mapping und VR-Welten arbeitet – nicht als Betrug, sondern als Kunst. (Arte 25.01.2026) (Senderinfo).

    Auf MDR Fernsehen steht „Twist: Geniale Blender – Bin ich ein Hochstapler?“ um 00:10 Uhr auf dem Programm, bis 00:40 Uhr. Die Ausstrahlung füllt 30 Minuten Sendezeit.

    Romy Straßenburg Viele erfolgreiche Kunstschaffende haben öffentlich zugegeben, am Impostor-Syndrom zu leiden. Von Billie Eilish bis Tom Hanks: Sie haben das Gefühl, ihren Ruhm nicht verdient zu haben. Aber muss man nicht hochstapeln, wenn man nach oben will? Im Job, beim Dating und in der Kunstwelt gilt oft: Fake it till you make it. Wo endet Selbstdarstellung und wo beginnt der Betrug? Zweifel an der eigenen Leistung kennen viele Menschen – es gibt sogar einen Namen dafür: das Hochstapler-Syndrom. Künstlerinnen und Künstler erzählen offen von Selbstzweifeln und Täuschungen. Willy Cartier, Maler, Designer und Schauspieler, begann seine Karriere als Model für Givenchy und Karl Lagerfeld – und ist dennoch bis heute nicht überzeugt von seinen Fähigkeiten. Der dänische Konzeptkünstler Jens Haaning geht den umgekehrten Weg. Er macht aus seiner Hochstapelei eine Kunstaktion. Für eine Ausstellung in Aalborg wollte er Banknoten in Bilderrahmen kleben, umgerechnet 70.000 Euro bekam er dafür. Haaning behält das Geld und schickt leere Rahmen zurück. Kunst, sagt er. Betrug, sagt das Museum. Der Filmemacher Ole Juncker hat Haaning in seinem Film „Take the Money and Run“ porträtiert. Die Kunstwelt fordere zur Hochstapelei geradezu heraus, meint die Philosophin Ariadne von Schirach. Ob Maurizio Cattelans Banane an der Wand oder die Balloon Dogs von Jeff Koons – der reale Wert hat nichts mit dem Verkaufspreis zu tun. Und doch liege in der Überhöhung ein Sinn, sagt Schirach: Die Kunst stapelt hoch, damit wir weiter sehen können. Bleibt die Frage: Kann Kunst ohne Lüge und Illusion überhaupt existieren? Eine Antwort gibt die Münchner Künstlerin Betty Mü, die mit Projektionen, Geo-Mapping und VR-Welten arbeitet – nicht als Betrug, sondern als Kunst. (Arte 25.01.2026) (Senderinfo).

    Beginn
    00:10
    Ende
    00:40
    Dauer
    30 Min.
    Sender
    MDR Fernsehen
    Genre
    Doku
    Land
    D
  3. Visite

    00:4001:40 · 1 Std.

    GenreGesundheitsmagazinJahr2026

    Hämmernd, stechend, dumpf, manchmal schleichend oder urplötzlich – jeder Mensch kennt sie: Kopfschmerzen. Es gibt über 200 verschiedene Arten. Die häufigsten sind Spannungskopfschmerzen und Migräne, aber auch Clusterkopfschmerzen gehören zu den besonders heftigen Formen, die den Alltag massiv beeinträchtigen können. Das Problem: Kopfschmerzen werden häufig unterschätzt, mal eben mit ein paar Schmerzmitteln selbst behandelt. Falscher Umgang mit der Krankheit und zu häufiger Gebrauch von Schmerzmitteln können die Beschwerden jedoch verschlimmern, chronifizieren und den Diagnoseweg erschweren. Dabei ist das Erkennen der Kopfschmerzform entscheidend für eine wirksame Therapie. (Senderinfo).

    Auf MDR Fernsehen steht „Visite“ um 00:40 Uhr auf dem Programm, bis 01:40 Uhr. Von Anfang bis Ende sind das 60 Minuten Programm.

    Hämmernd, stechend, dumpf, manchmal schleichend oder urplötzlich – jeder Mensch kennt sie: Kopfschmerzen. Es gibt über 200 verschiedene Arten. Die häufigsten sind Spannungskopfschmerzen und Migräne, aber auch Clusterkopfschmerzen gehören zu den besonders heftigen Formen, die den Alltag massiv beeinträchtigen können. Das Problem: Kopfschmerzen werden häufig unterschätzt, mal eben mit ein paar Schmerzmitteln selbst behandelt. Falscher Umgang mit der Krankheit und zu häufiger Gebrauch von Schmerzmitteln können die Beschwerden jedoch verschlimmern, chronifizieren und den Diagnoseweg erschweren. Dabei ist das Erkennen der Kopfschmerzform entscheidend für eine wirksame Therapie. (Senderinfo).

    Beginn
    00:40
    Ende
    01:40
    Dauer
    1 Std.
    Sender
    MDR Fernsehen
    Genre
    Gesundheitsmagazin
    Jahr
    2026
  4. artour

    01:4002:10 · 30 Min.

    GenreKulturmagazinJahr2026

    „artour“ geht raus – nach Bitterfeld-Wolfen Das OSTEN Festival findet in seiner dritten Ausgabe vom 12. bis 27. September 2026 unter dem Titel „Kraftwerk Zukunft“ im ehemaligen Kraftwerk Zschornewitz und Wolfen-Nord statt. Dabei sind unter anderem Charly Hübner, Eva von Redecker, RIAS Kammerchor, Rimini Protokoll, She She Pop und Mats Staub, Wissensformate vom Forum Rathenau sowie viele Projekte aus der Region. Kraftwerk Zukunft – Das OSTEN Festival in Zschornewitz Ein ehemaliges Braunkohlekraftwerk wird zum Labor für die Zukunft: Für seine dritte Ausgabe zieht das OSTEN Festival in das historische Kraftwerk Zschornewitz. Einst eines der größten Dampfkraftwerke der Welt, steht der gewaltige Industriekomplex für Aufstieg, Umbruch und Strukturwandel einer ganzen Region. Unter dem Motto „Kraftwerk Zukunft“ fragt das Festival: Woher kommt die Energie, die es braucht, um diesen Wandel weiter zu gestalten – und woher nehmen Menschen Mut und Zuversicht für die Zukunft? Das Festival ist dabei kein von außen importiertes Kulturereignis. Viele Projekte sind gemeinsam mit Menschen, Vereinen und Initiativen aus Bitterfeld-Wolfen und der Region entstanden. Die Zusammenarbeit beginnt lange vor dem eigentlichen Festival und reicht darüber hinaus – vom gemeinsamen Filmclub und Singen bis zum Kartoffelacker in Wolfen-Nord. Mehr als 350 Menschen wirken an dieser Ausgabe mit. Eine besondere Brisanz bekommt diese Frage unmittelbar nach der Landtagswahl und dem Wahlsieg der AfD. Das Festival hatte seinen Beginn bewusst hinter den Wahltermin gelegt. Nun versteht es das Ergebnis zugleich als Herausforderung und als Ermutigung, Räume für Begegnung, Austausch und ein offenes Miteinander zu schaffen. Kurator Martin Naundorf beschreibt Kunst und Kultur als Möglichkeit, Menschen zusammenzubringen, ohne die Widersprüche der Region auszublenden. Die Autorin Patty Kim Hamilton, die seit fünf Jahren in Sachsen-Anhalt lebt, erlebt die politische Veränderung unmittelbar. Sie berichtet von einer angespannteren Stimmung und Anfeindungen – aber auch von einer Trotzreaktion: jetzt erst recht bleiben, sich einmischen und demokratische Strukturen vor Ort stärken. „artour“ begleitet am Eröffnungstag eine Führung durch das alte Kraftwerk, besucht die augenzwinkernde „Wollbeschäftigung“, die aus Schafen und Rohwolle eine neue Zukunftsindustrie für Sachsen-Anhalt entwirft, und erlebt ein Konzert des RIAS Kammerchors mit Liedern von Paul Gerhardt: jahrhundertealte Trost- und Hoffnungslieder für einen Ort und eine Region, die gerade neu darüber verhandeln, woher die Kraft für die nächste Transformation kommen kann. Ruth-Maria Thomas: „Die zweitgrößte Liebe“ Was passiert, wenn sich zwei Menschen mit unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten ineinander verlieben? Darum geht es im aktuellen Roman von Ruth-Maria Thomas. Hauptfigur Michelle kommt aus der Lausitz, sieht dort für sich keine Zukunft und geht nach Hamburg. Sie hat Schulden, muss jeden Cent umdrehen. Ihr neuer Partner Henry kommt aus reichem Hause, will ihr ein sorgenfreies Leben mit teuren Restaurants und Urlauben bieten. Doch will sie das überhaupt? Und kann Liebe soziale Unterschiede überwinden? Nach und nach müssen die beiden feststellen, dass soziale Herkunft und finanzielle Fragen ihre Beziehung belasten. „Die zweitgrößte Liebe“ ist eine spannende Liebesgeschichte und zugleich eine präzise Milieustudie – und ein Bestseller. Wir haben Ruth-Maria Thomas in Hamburg getroffen, wo auch ihr Roman spielt. Wie ihre Hauptfigur stammt die Autorin selbst aus der Lausitz: Sie wurde 1993 in Cottbus geboren, ging später nach Leipzig, arbeitete dort zunächst als Jugendsozialarbeiterin und studierte anschließend am Deutschen Literaturinstitut. Heute lebt sie in Leipzig. Dokumentarfilm „Eine Krankheit wie ein Gedicht“ von Jelena Ilić Väter und ihre Töchter – eine meist innige Beziehung. Doch was ist, wenn der eigene Vater psychisch krank ist? Jelena Ilić' Vater leidet seit seiner Jugend an einer drogenbedingten Psychose. Wegen schwerer Körperverletzung sitzt er seit einigen Jahren in der Psychiatrie. Als seine Wohnung geräumt wird, birgt die Regisseurin schippenweise Schutt, darunter aber auch seine künstlerisch inszenierten Selbstportraits und Fotos aus ihrer Kindheit. Nun rückt der Tag seiner Entlassung näher. Wie kann die Regisseurin sicher sein, dass ihr Vater keinen Rückfall erleidet? Ist eine Versöhnung möglich, und wenn ja, wie? In ihrem autobiographischen Dokumentarfilm „Eine Krankheit wie ein Gedicht“ erzählt Regisseurin Jelena Ilić voller Wärme und Humor von umgekehrten Eltern-Kind-Rollen, von der Poesie im Chaos und von dem Mut zu lieben, auch wenn es schwer bleibt. „artour“ spricht mit der Regisseurin Jelena Ilić über ihr preisgekröntes Debüt und warum dieser Film alles andere als eine Therapie war. Der Film startet bundesweit am 8. Oktober im Kino, vorab gibt es eine Kinotour, die u. a. am 19. September in Eisenach bei der LetsDOK-Reihe in der Nikolaikirche Halt macht. Correggio. Berührend menschlich Dresden strahlt wieder einmal im Glanz seiner Kunst. Seit den Tagen August III. besitzt die Gemäldegalerie vier große Altäre des Antonio Allegri, genannt Correggio (1489–1534). Jetzt wird mit hochkarätigen Leihgaben aus Italien und weiteren Ländern, mit eigentlich „unausleihbaren“ Hauptwerken aus dem Prado und dem Louvre, die erste umfassende Correggio-Ausstellung außerhalb Italiens eröffnet: „Correggio. Berührend menschlich“. Der Norditaliener verwandelte die Nüchternheit eines Mantegna, die ruhige Eleganz des Raffael und Leonardo in einen bewegten Stil, der Generationen von Künstlern bis in den Barock zum Vorbild wurde: mit frecher Lebendigkeit, tiefer Emotion genauso wie mit Anmut und Erotik. Das 18. und 19. Jahrhundert verstand „Il Correggio“ als größten Maler seit Raffael. Die Ausstellung soll dazu beitragen, Correggio diesen in der Moderne verlorenen Rang zurückzugeben – und dass Dresden sich dabei selbst etwas feiert, ist vollkommen berechtigt. Kulturkalender Spielfilm „Kalter Hund“ von Pauline Roenneberg mit Corinna Harfouch, Filmstart 17. September OSTKREUZ-Gruppenausstellung „Was tun wir. Bilder in Zeiten zerfallender Gewissheiten“, bis 8. November, robotron-Kantine Dresden Theater Magdeburg „Die Holländerinnen“, Premiere 19. September (Senderinfo).

    Um 01:40 Uhr zeigt MDR Fernsehen „artour“: die Ausstrahlung endet um 02:10 Uhr. Die Ausstrahlung füllt 30 Minuten Sendezeit.

    „artour“ geht raus – nach Bitterfeld-Wolfen Das OSTEN Festival findet in seiner dritten Ausgabe vom 12. bis 27. September 2026 unter dem Titel „Kraftwerk Zukunft“ im ehemaligen Kraftwerk Zschornewitz und Wolfen-Nord statt. Dabei sind unter anderem Charly Hübner, Eva von Redecker, RIAS Kammerchor, Rimini Protokoll, She She Pop und Mats Staub, Wissensformate vom Forum Rathenau sowie viele Projekte aus der Region. Kraftwerk Zukunft – Das OSTEN Festival in Zschornewitz Ein ehemaliges Braunkohlekraftwerk wird zum Labor für die Zukunft: Für seine dritte Ausgabe zieht das OSTEN Festival in das historische Kraftwerk Zschornewitz. Einst eines der größten Dampfkraftwerke der Welt, steht der gewaltige Industriekomplex für Aufstieg, Umbruch und Strukturwandel einer ganzen Region. Unter dem Motto „Kraftwerk Zukunft“ fragt das Festival: Woher kommt die Energie, die es braucht, um diesen Wandel weiter zu gestalten – und woher nehmen Menschen Mut und Zuversicht für die Zukunft? Das Festival ist dabei kein von außen importiertes Kulturereignis. Viele Projekte sind gemeinsam mit Menschen, Vereinen und Initiativen aus Bitterfeld-Wolfen und der Region entstanden. Die Zusammenarbeit beginnt lange vor dem eigentlichen Festival und reicht darüber hinaus – vom gemeinsamen Filmclub und Singen bis zum Kartoffelacker in Wolfen-Nord. Mehr als 350 Menschen wirken an dieser Ausgabe mit. Eine besondere Brisanz bekommt diese Frage unmittelbar nach der Landtagswahl und dem Wahlsieg der AfD. Das Festival hatte seinen Beginn bewusst hinter den Wahltermin gelegt. Nun versteht es das Ergebnis zugleich als Herausforderung und als Ermutigung, Räume für Begegnung, Austausch und ein offenes Miteinander zu schaffen. Kurator Martin Naundorf beschreibt Kunst und Kultur als Möglichkeit, Menschen zusammenzubringen, ohne die Widersprüche der Region auszublenden. Die Autorin Patty Kim Hamilton, die seit fünf Jahren in Sachsen-Anhalt lebt, erlebt die politische Veränderung unmittelbar. Sie berichtet von einer angespannteren Stimmung und Anfeindungen – aber auch von einer Trotzreaktion: jetzt erst recht bleiben, sich einmischen und demokratische Strukturen vor Ort stärken. „artour“ begleitet am Eröffnungstag eine Führung durch das alte Kraftwerk, besucht die augenzwinkernde „Wollbeschäftigung“, die aus Schafen und Rohwolle eine neue Zukunftsindustrie für Sachsen-Anhalt entwirft, und erlebt ein Konzert des RIAS Kammerchors mit Liedern von Paul Gerhardt: jahrhundertealte Trost- und Hoffnungslieder für einen Ort und eine Region, die gerade neu darüber verhandeln, woher die Kraft für die nächste Transformation kommen kann. Ruth-Maria Thomas: „Die zweitgrößte Liebe“ Was passiert, wenn sich zwei Menschen mit unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten ineinander verlieben? Darum geht es im aktuellen Roman von Ruth-Maria Thomas. Hauptfigur Michelle kommt aus der Lausitz, sieht dort für sich keine Zukunft und geht nach Hamburg. Sie hat Schulden, muss jeden Cent umdrehen. Ihr neuer Partner Henry kommt aus reichem Hause, will ihr ein sorgenfreies Leben mit teuren Restaurants und Urlauben bieten. Doch will sie das überhaupt? Und kann Liebe soziale Unterschiede überwinden? Nach und nach müssen die beiden feststellen, dass soziale Herkunft und finanzielle Fragen ihre Beziehung belasten. „Die zweitgrößte Liebe“ ist eine spannende Liebesgeschichte und zugleich eine präzise Milieustudie – und ein Bestseller. Wir haben Ruth-Maria Thomas in Hamburg getroffen, wo auch ihr Roman spielt. Wie ihre Hauptfigur stammt die Autorin selbst aus der Lausitz: Sie wurde 1993 in Cottbus geboren, ging später nach Leipzig, arbeitete dort zunächst als Jugendsozialarbeiterin und studierte anschließend am Deutschen Literaturinstitut. Heute lebt sie in Leipzig. Dokumentarfilm „Eine Krankheit wie ein Gedicht“ von Jelena Ilić Väter und ihre Töchter – eine meist innige Beziehung. Doch was ist, wenn der eigene Vater psychisch krank ist? Jelena Ilić' Vater leidet seit seiner Jugend an einer drogenbedingten Psychose. Wegen schwerer Körperverletzung sitzt er seit einigen Jahren in der Psychiatrie. Als seine Wohnung geräumt wird, birgt die Regisseurin schippenweise Schutt, darunter aber auch seine künstlerisch inszenierten Selbstportraits und Fotos aus ihrer Kindheit. Nun rückt der Tag seiner Entlassung näher. Wie kann die Regisseurin sicher sein, dass ihr Vater keinen Rückfall erleidet? Ist eine Versöhnung möglich, und wenn ja, wie? In ihrem autobiographischen Dokumentarfilm „Eine Krankheit wie ein Gedicht“ erzählt Regisseurin Jelena Ilić voller Wärme und Humor von umgekehrten Eltern-Kind-Rollen, von der Poesie im Chaos und von dem Mut zu lieben, auch wenn es schwer bleibt. „artour“ spricht mit der Regisseurin Jelena Ilić über ihr preisgekröntes Debüt und warum dieser Film alles andere als eine Therapie war. Der Film startet bundesweit am 8. Oktober im Kino, vorab gibt es eine Kinotour, die u. a. am 19. September in Eisenach bei der LetsDOK-Reihe in der Nikolaikirche Halt macht. Correggio. Berührend menschlich Dresden strahlt wieder einmal im Glanz seiner Kunst. Seit den Tagen August III. besitzt die Gemäldegalerie vier große Altäre des Antonio Allegri, genannt Correggio (1489–1534). Jetzt wird mit hochkarätigen Leihgaben aus Italien und weiteren Ländern, mit eigentlich „unausleihbaren“ Hauptwerken aus dem Prado und dem Louvre, die erste umfassende Correggio-Ausstellung außerhalb Italiens eröffnet: „Correggio. Berührend menschlich“. Der Norditaliener verwandelte die Nüchternheit eines Mantegna, die ruhige Eleganz des Raffael und Leonardo in einen bewegten Stil, der Generationen von Künstlern bis in den Barock zum Vorbild wurde: mit frecher Lebendigkeit, tiefer Emotion genauso wie mit Anmut und Erotik. Das 18. und 19. Jahrhundert verstand „Il Correggio“ als größten Maler seit Raffael. Die Ausstellung soll dazu beitragen, Correggio diesen in der Moderne verlorenen Rang zurückzugeben – und dass Dresden sich dabei selbst etwas feiert, ist vollkommen berechtigt. Kulturkalender Spielfilm „Kalter Hund“ von Pauline Roenneberg mit Corinna Harfouch, Filmstart 17. September OSTKREUZ-Gruppenausstellung „Was tun wir. Bilder in Zeiten zerfallender Gewissheiten“, bis 8. November, robotron-Kantine Dresden Theater Magdeburg „Die Holländerinnen“, Premiere 19. September (Senderinfo).

    Beginn
    01:40
    Ende
    02:10
    Dauer
    30 Min.
    Sender
    MDR Fernsehen
    Genre
    Kulturmagazin
    Jahr
    2026